Arten von Holzbriketts und deren Herstellung

 

Bei der Brikettproduktion kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz wie hydraulische Pressen, Exzenter- oder Extruder-Pressen. Hierbei werden unterschiedliche Formen erzeugt, die das Brennverhalten der Holzbriketts beeinflussen.
Die Rohdichte von Holzbriketts beträgt 0,9 bis 1,4 t/m³. Durch die Zugabe von Bindemitteln (erlaubt sind max. 2 %) wird eine höhere mechanische Festigkeit erreicht. In der Regel kommt Pflanzenstärke oder Lignin (Holzstoff) zum Einsatz. Holzbriketts sind also ein reines Naturprodukt.

 

Hydraulische Presse

 

Hydraulische Pressen arbeiten mit einer relativ niedrigen Temperatur von etwa 60 °C und einem Druck von bis zu 1.000 kg/cm². Der Kolben presst die Späne in eine vorgegebene Form. Diese ist meist quaderförmig, kann aber auch andere Formen haben. Durch den Pressvorgang sind Temperatur und Druck im Vergleich zu den anderen Herstellungsverfahren relativ niedrig. Das im Holz enthaltene Lignin wird nicht verflüssigt – das Brikett hält allein durch die Verdichtung der Holzfasern zusammen.


Briketts aus hydraulischer Pressung verbrennen wegen der geringeren Rohdichte schneller und haben eine geringere Abriebfestigkeit.

 

Exzenterpresse

 

Exzenterpressen arbeiten ähnlich wie ein Kolbenmotor mit einem Schwungrad und nutzen die regelmäßige Rotation des Exzenters. Dieser setzt die Rotation in eine Längsbewegung um und presst die Späne analog einer hydraulischen Presse in eine Form: länglich, mit oder ohne Loch. Durch die hohe Reibung und den hohen Drucks heizt sich das Material stark auf. Dadurch wird im Produktionsprozess eine Kühlung notwendig. Die Oberfläche der Briketts kann sich dunkel verfärben. Die Arbeitstemperatur kann dem verwendeten Material angepasst werden. Sie schwankt zwischen 70 und 180 °C bei einem Druck bis zu 2.500 kg/cm².


Briketts aus Exzenterpressen erkennt man an den Querstreifen aus den regelmäßigen Stoßbewegungen der Presse.

 

Extruderpresse

 

Eine Extruderpresse verdichtet die Holzspäne durch eine Schraube. Das so verdichtete Material wird durch eine Öffnung bzw. Düse gedrückt. Dadurch erhalten die Briketts eine zylindrische oder achteckige Prisma-Form mit einem Loch in der Mitte.


Durch den hohen Druck von 3.000 kg/cm² und die hohe Temperatur von 150 °C wird die Oberfläche der Briketts dunkel und glänzend. Das beim Pressvorgang verflüssigte Lignin sorgt für die gute Stabilität der Extruderbriketts.

 


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